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Pfadfinderheim des Stammes „von Acken“ Nortorf Massive Bauweise mit Gründach auf Eternitplatten Baubeginn: Spätherbst 1963 Fertigstellung: März 1964 Außenabmessungen nach Fertigstellung: 8,00m x 5,02m Modernisierungen: 1975: Einbau einer Schiebetür zwischen Gruppenraum und Flur Elektrodirektheizung statt Ölofen 1980: Anbau einer Teeküche und kleiner Gruppenraum. In diesem Zusammenhang wurden heizenergiesparende Maßnahmen am bestehenden Baukörper durchgeführt. 1986: Errichtung des Gründaches als Teil des Jahresprojektes „Aktion grüne Fichte“. 2007: Der kleine Gruppenraum wird zur Werkstatt für Holzbearbeitung umgerüstet und „Hammerbude“ genannt. Abmessungen nach Anbau: 8,00m x 7,90m Nutzflächen: Gruppenraum 21,7 qm Teeküche 8,7 qm Flur 7,5 qm Toilette 1,6 qm Hammerbude 11,0 qm Summe 50,5 qm Grundstück: Lage: Hermann Löns-Weg 2, 24589 Nortorf Südlich angrenzend: Spielplatz und Schulhof der Grundschule Nortorf Östlich angrenzend: Sportplatz Größe: 778 qm Warum haben die Nortorfer Pfadfinder sich ein eigenes Pfadfinderheim gebaut? Fragt man Manta, den ältesten Pfadfinder des Stammes, der damals den Bau des Pfadfinderheimes als Stammesführer begleitet hat, so hört man jedes Mal eine andere Geschichte. Diese hier ist die am glaubwürdigsten: Seit der Gründung des Vorgängerverbandes Christl. Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) 1953 in Nortorf waren die Pfadfinder ohne Gruppenraum. Eine der Gruppen traf sich in der Gärtnerei Schnack, eine andere konnte das inzwischen abgerissene Gemeindehaus der evang. Kirche nutzen. Ich begann mit meiner ersten Gruppe in einer Baustelle, dem Umbau des ehemaligen Kindergartens am o.g. Gemeindehaus zu einem Jugendraum der Gemeindejugend, die es aber zu dieser Zeit nicht mehr gab, weil der Diakon Jensen die Gemeinde verlassen hatte. Entsprechend stagnierte der Umbau, der in Eigenregie abgewickelt werden sollte. Da war es für die Pfadfinder zunächst ein Segen, dass der 1. Vorsitzende des Ortsjugendringes Nortorf, Realschullehrer Macholl, es 1958 erreicht hatte, einen der Umkleideräume der Turnhalle Bargstedter Straße von der Stadt Nortorf mit Hilfe des Kreisjugendamtes zu einem Jugendraum umzufunktionieren. Ab diesem Zeitpunkt nutzten wir diesen Raum für unsere wöchentlichen Gruppenstunden und deponierten unser damals noch sehr bescheidenes Lagermaterial, was bisher bei mehreren Pfadfindern verteilt lagerte. Für die Turnhalle war von der Stadt ein Hausmeisterehepaar eingesetzt worden. Während am Vormittag der Betrieb gut lief, die Turnhalle wurde zu der Zeit von der Reaschule am Schülper Weg genutzt, stellten sich für uns in unserer Nutzung am Nachmittag immer häufiger Probleme ein. Wenn wir unsere Gruppenstunden durchführen wollten, war kein Hausmeister zum Aufschießen da, oder wenn wir am Wochenende unser Lagermaterial holen wollten, mussten wir häufig stundenlang warten, obwohl wir vorher darüber informiert hatten. „Käpten“ war es, der bei einer solchen Situation ausrief:“ Wir brauchen eine eigene Bude“. So entstand 1960 der Wunsch nach einem Pfadfinderheim. Zunächst stellten wir uns eine Baracke in der Wildnis vor. Ver- und Entsorgung waren da noch Fremdwörter. Geld hatten wir nicht und auch keinen Platz, aber von Zuschüssen hatten wir schon gehört. Als ich meinem Vater von unseren Plänen erzählte, nahm er sich der Sache an, beschaffte Informationen und warb für dieses Projekt. 1962 hatte der Nortorfer Architekt Benesch einen Bauentwurf erstellt und die Kosten ermittelt. In diesem Jahr schlossen wir auch mit der Stadt Nortorf einen Pachtvertrag über das Grundstück. Als wir das Grundstück übernahmen, war hier der Dachpfannenschutt von der letzten Umdeckung des Hauptschuldaches noch nicht entfernt worden. Da half uns nur das zu dieser Zeit bestehende Pfadfindergesetz: “Ein Pfadfinder ist tapfer, fröhlich und unverzagt.“ 1963 erhielten wir die Zusage über Zuschüsse aus Bundes-, Landes- und Kreismitteln. Unser zu erbringende Eigenanteil in Höhe von 25% der Baukosten bestand aus 400.-DM Geldmittel und ca. 2.400 DM Eigenleistung. Noch im Sommer begannen wir mit den Streifenfundamenten, wobei wir mit Schaufeln und Karren erst den Pfannenschutt wegfahren mussten. Dann erstellten wir die Fundamente, schaufelten anschließend die Erde heraus und verteilten diese, um dann den Pfannenschutte einzufüllen, damit wir ihn loswurden. Zu dieser Zeit waren wir 45 Mitglieder, Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren, und alle haben kräftig mitgeholfen. Im Spätherbst wurde mit den Maurerarbeiten begonnen. Wegen Frostwetter gab es mehrere Unterbrechungen. Aber im März 1964 bezogen wir das Pfadfinderheim und haben seitdem unseren Anlaufpunkt. Das Pfadfinderheim ist in Nortorf die älteste noch bestehende Einrichtung der Jugendarbeit. Eigentlich haben wir seit Bestehen des Pfadfinderheimes immer an Verbesserungen gearbeitet. Unsere letzte Neuerung ist die Einrichtung der "Hammerbude". Im ehemaligen kleinen Gruppenraum, der eigentlich mehr als Abstellraum genutzt wurde, haben wir fünf Werkbänke aufgestellt und vorwiegend mit Werkzeug für die Holzbearbeitung ausgestattet. In der Hammerbude werden die formgebenden Arbeitsschritte wie sägen, bohren, hobeln usw. ausgeführt und im Gruppenraum die gestalterischen Arbeitsgänge wie schleifen, anstreichen und zusammenfügen. Mit dieser Arbeitsteilung ist es möglich, dass trotz der kleinen Räume eine Gruppe zusammen werken kann. Wie dies aussieht, könnt ihr in der Fotogalerie unter "Pfadfinder" und dann unter "Black Snake in der Holzwerkstatt" sehen.
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